|
Geschichte der Sompfis von A-Z
Im Herbst 1984 wurde die Gruppe aus Gleichgesinnten, Interessenten aus der Musikgesellschaft und dem Turnverein gegründet. Initiant war Max Holliger aus Seengen, deshalb wurde die Guggenmusik auch „Holli’s Guggenband“ getauft. Die erste Besammlung der 20 Personen mit Ihren Instrumenten war wohl eine Art Wundertüte, denn sogar eine Querflöte hatte sich eingefunden. Dieses Instrument wurde jedoch sofort mit einem anderen ausgetauscht, da man absolut nicht der Baslerfasnacht frönen wollte.
Die folgende Saison 1985 mit dem Motto Räuber Hotzenplotz (farblich rot/schwarz), war wohl einmalig in der Geschichte wegen der nachfolgenden Episode. In diesem Falle wäre das Motto „Green-Hörner“ sicher auch nicht unpassend gewesen. Nach den diversen Proben ging man mit viel Elan an den ersten Umzug.
Besammlung war in Boniswil am Bahnhof. Dort deponierte die Gruppe die lästige Wein Harrasse beim Bahnhofvorstand und stieg in den nächsten Zug ein, bepackt mit den Instrumenten sowie dem genüsslichen Saft. Man wollte eine fröhliche Bahnfahrt nach Emmenbrücke unternehmen mit dem Ziel am Umzug teilzunehmen. Der Clou der Geschichte war, dass die ganze Gruppe nicht angemeldet war. Man ging also einfach auf gut Glück. Glück hatten Sie dann auch, Sie durften mitmarschieren wurde jedoch zuhinderst angehängt. Heute sind solche spontane Aktionen leider nicht mehr möglich. Da die Erfahrung fehlte stand man pünktlich in der Reihe ein, mit dem Endeffekt, dass die Gruppe 1 ½ Stunden bei einer Temperatur von minus 15°C stehend auf den Abmarsch wartete. Logischerweise waren die Zugposauenen eingefroren bis man endlich starten konnte. Na ja, dafür einmal eingespielt und warmgelaufen wollte natürlich nach dem Umzug von den Seengern niemand sofort Ruhe geben und schon wieder nach Hause fahren.
Normalerweise gönnt sich die Stadt nach dem Umzug die Sonntagsruhe. Heute war dem nicht so. Holli’s Guggenband holte alles aus sich raus und unterhielt die Stadt bis abends um 18.00 Uhr mit Guggenmusik aus Seengen. Endlich ging auch den Seengern die Luft aus und die Emmenbrückner hatten doch noch eine Ruhepause. Zurück in Boniswil holte man natürlich die leere Harrasse beim Bahnhofvorstand noch ab und somit hatten sie die ersten Gehversuche hinter sich.
Ab 1986 nannte sich die Gruppe neu Sompfguuger Seengen. Damals wurden die Proberäume noch von den Landfrauen aus Tennwil zur Verfügung gestellt und die Bekleidungen konnten in den alten Schulhausräumen genäht werden. Heute haben wir die Möglichkeit unsere Gesamtproben in der Aula Seengen durchzuführen. Für die Registerproben dürfen wir die Lokalitäten nutzen der Firmen Heinz Bohler Betonbearbeitungen AG Seon, Blanc Ofenbau Seon und Dössegger Holzbau Seon.
Dafür auch an dieser Stelle ein herzliches DANKE! |